Fahrzeug und -modifikationen

Das Fahrzeug unserer Wahl ist ein Toyota Land Cruiser HJ47 von 1984, welchen Fabian 2010 in der Nähe von Murray Bridge in Südaustralien kaufte. Ursprünglich in dem Willen durch Asien und den Mittleren Osten zurück nach Deutschland zu fahren, suchte er nach einem zuverlässigen Reisegefährten und hielt die Augen nach einem 70er Troop Carrier auf, als er unseren Oldie im Internet fand. Es war Liebe auf den ersten Blick und der Gute begleitete uns noch ein weiteres Jahr in Australien. Leider reichten die Finanzen nicht für die geplante Rückreise aus, weshalb das Auto im Januar 2011 auf ein Ro/Ro-Schiff verladen wurde, um 3 Monate später in Bremerhaven anzukommen. Nach dem etwas komplizierteren Prozess der Zulassung und des Imports fuhren wir ihn noch für ein weiteres Jahr während unseres Norwegen-Aufenthalts. Der ständige Regen hat ihm aber nicht wirklich gut getan, weshalb es jetzt auch an der Zeit ist, ihn wieder zu seinen gewohnten Gefilden zu bringen – den Wüsten und Tropen dieser Erde!

Abgesehen vom unverwechselbaren Charme der 40er Land Cruiser hat unsere Fahrzeugwahl noch ein paar weitere Vorteile. Am wichtigsten empfinden wir die langlebige Bauart, Widerstandsfähigkeit und erwiesene Zuverlässigkeit über mehrere Jahrzehnte. Darüber hinaus sind wir zwar keine Mechaniker, können aber dennoch einen Großteil der Reparaturen und Wartung selber durchführen, da es sich um ein verhältnismäßig simples Fahrzeug ohne elektronische Bauteile handelt. Die Blattfedern vorne und hinten tragen die vollgeladen 3t Gewicht, sind aber definitiv nicht das Komfortabelste. Der 2H Diesel-Motor mit 4l Hubraum ist für seine Langlebigkeit und hohen Laufleistungen bekannt, lässt aber etwas Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit missen. Steigungen sind auch nicht seine Spezialität und in höheren Gefilden bei dünnerer Luft verliert der Motor signifikant an Leistung. Aber da Zeit sowieso am meisten vorhanden ist und wir ziemlich gemütlich fahren, stören uns keine dieser Faktoren. 90km/h überschreiten wir höchst selten unter anderem auch, weil eine normale Konversation dann nicht mehr stattfinden kann. Ein weiterer Nachteil ist die Ersatzteilversorgung, da das Auto in dieser Konfiguration (HJ47) unseres Wissens nach nur in Japan und Australien verkauft wurde. Elektrische Teile wie Anlasser, Lichtmaschine und Glühkerzen mussten wir aus Australien bestellen, da die europäischen Diesel Land Cruiser auf 24V laufen.

 

+ stabil und zuverlässig

+ einfach zu unterhalten und zu reparieren

+ keine Elektronik

+ viel Platz im Innenraum

+ Klassiker, welcher so manch interessantes Gespräch anstößt 🙂

+ hohe Bodenfreiheit, Starrachsen und gute Offroadfähigkeiten

+ in Drittweltländern relativ unauffällig

+ gute Größe und Gewicht um die meisten Orte zu erreichen

+ gutes Drehmoment

+ sehr zuverlässiger Motor mit hoher Laufleistung und ohne Turbo

+ Diesel, verträgt auch schlechtere Qualitäten

 

– lauter Motor und viel Geklapper

– relativ hoher Verbrauch mit 14-15l/100km

– nicht sehr komfortabel

– suboptimaler hinterer Überhangwinkel

– nicht ganz regendicht

– Ersatzteile werden seltener

– niedrige Beschleunigung und Geschwindigkeit

 

 

Modifikationen am Fahrzeug:

Reifen und Felgen

Wir haben uns für Coopers STT in der Größe 235/85 R16 entschieden, da wir gute Erfahrungen mit Coopers in Australien gemacht hatten. Die Wahl des Mud-Terrain-Profils anstatt eines All-Terrain entspricht unserem gemächlichen Reisetempo und der hohen Wahrscheinlichkeit, in die eine oder andere Regenzeit zu kommen. Auch mussten wir zu 6×16 Stahlfelgen wechseln, da unsere bisherige Reifenkombination von 31×10,5 R15 in Afrika fast überhaupt nicht zu finden ist. 235/85 R16 ist die gängigste Größe und mit Lkw-Reifen notfalls ersetzbar.

Update: Nach 20.000km sehen die Reifen noch ziemlich gut aus und es ist reichlich Profil vorhanden.

Update 2: Nach etwa 37.000km haben wir die Reifen in Windhoek, Namibia ersetzt. Die Profile waren aufgebraucht und vor allem unser Umweg durch die angolanische Namibe-Wüste und dann entlang des Kunene hat seine Spuren hinterlassen. Die scharfen Steine haben den Reifen ordentlich zugesetzt, jedoch nie zu einem Platten geführt.

Alles in allem können wir die STTs bedenkenlos für eine Afrika-Reise weiterempfehlen. Im Schlamm machten sie sich trotz des nicht ganz so aggressiven Profils sehr gut und das einzige Mal, dass wir stecken blieben, war als das Getriebe es sich auf einem versunkenen Felsen gemütlich machte. Die einzigen beiden Platten waren nicht wirklich zu vermeiden. Das erste Mal zerschnitt ein aus dem Gebüsch ragender Metallrahmen eine Seitenwand. Wir flickten den etwa 5cm langen Schnitt mit unserem Reperaturset und fuhren noch über 1000km auf diesem Reifen (nicht weiterzuempfehlen). Der zweite Platten passierte aufgrund völlig abgefahrenen Profils und dadurch, dass wir die Reifen nicht so häufig rotiert hatten, wie wir es eigentlich hätten tun sollen.

In Windhoek konnten wir die STTs nicht mehr auftreiben, da gerade ein Modellwechsel stattfand. Anstatt dessen entschieden wir uns für die bei Overlandern sehr beliebten BF Goodrich Mud Terrain KM2. Bisher sind wir sehr zufrieden mit der Alternative.

 

Schlafgelegenheiten

Wir haben uns für ein Klapp-Dachzelt von Primetech entschieden, um die kühlere Luft und Distanz von Insekten und Co auszunutzen. Auch haben wir dadurch mehr Platz im Fahrzeug, da Schlafsäcke und Kissen auch im zugeklappten Zustand im Dachzelt verbleiben. Ob die Entscheidung für ein sehr günstiges Zelt ein Fehler war, wird sich im Laufe unserer Reise herausstellen. Falls es den Anforderungen nicht gerecht wird, ersetzen wir es durch ein Eezi Awn Modell in Südafrika.

Trotzdem wollten wir uns die Möglichkeit komfortabel im Auto zu schlafen für Fälle wie starken Regen und Wind, Gewitter oder wenn wir nicht unnötige Aufmerksamkeit auf uns ziehen möchten, bewahren. Deshalb finden sich keine Schränke im Laderaum des Fahrzeugs, sondern lediglich flache Stauboxen, auf denen man in voller Länge und Breite nächtigen kann.

Update: Wer billig kauft kauft zweimal. Hat sich in diesem Fall mal wieder bestätigt. Die Reiß- und Klettverschlüsse des Zelts gaben nach ein paar Monaten auf, die Moskitogaze war viel zu filigran und wurde immer löchriger und die Matratze mussten wir in Gambia ersetzen. Davon abgesehen entpuppte sich das Dachzelt als absolut regendicht und trotze selbst der zentralafrikanischen Regenzeit.

Wir ersetzen das Zelt in Windhoek, Namibia durch ein Modell von Tentco für nur unwesentlich mehr Geld. Die Reisverschlüsse, Moskitogaze, Stangen, Basisplatte usw. spielen allesamt in einer ganz anderen Liga. Ebenso wird die Schutzplane nun mit einem starken Gummiband befestigt anstatt des anfälligen Reißverschluss‘.

 

Kochgelegenheit

Viele Fahrzeug-Reisende entscheiden sich für Multifuel-Brenner von z.B. Coleman. Wir sind bei unserem 2-Flammen-Gaskocher geblieben. Höchstwahrscheinlich wird es nicht einfach werden, unsere 5kg-Flasche auffüllen zu lassen, aber dann müssen wir sie halt durch ein anderes Modell ersetzen. Wir kochen sehr gerne mit Gas, da es außer bei starkem Wind sehr einfach und stressfrei ist. Unser Kocher befindet sich mit Scharnieren an der linken Hintertür befestigt, so dass wir ihn nur auszuklappen brauchen. Das aufgeklappte Dachzelt liefert zusätzlich Schutz vor Regen.

Update: Unser Kocher hat uns auf dem ersten Teil der Reise gut gedient. Wir konnten unsere deutsche Gasflasche in Marokko, Gambia, Ghana und Namibia auffüllen lassen. In Zentralafrika hatten wir zeitweise kein Gas mehr, da wir aber gerade mit Marc & Doro unterwegs waren und ihren Coleman-Kocher teilten, priorisierten wir die Gas-Suche nicht wirklich und haben keine zuverlässigen Informationen über die Verfügbarkeit.

 

Kühlbox

Unsere Kühlbox ist ein steinaltes Modell von Engel, welches seit fast zu Anbeginn im Fahrzeug montiert ist. Der Deckel ist verbeult, die Isolierung hat seine beste Zeit hinter sich und Lärmpegel und Stromverbrauch könnten besser sein aber sie hat sich bewährt und bei einer Inspektion in Australien auf -11°C bei einer Außentemperatur von 45°C runtergekühlt. Wir brachten es also nicht übers Herz, sie zu ersetzen und platzierten sie zentral zwischen beiden Achsen, um Vibrationen zu vermeiden. An die vordere Unterseite installierten wir zwei Rollen anstatt der Füße, so dass wir bei längerem Campen die gesamte Box nach hinten zur Kochgelegenheit ziehen können.

 

Update: Wir ersetzten die Engel-Kühlbox in Namibia durch eine National Luna Twin Weekender mit 40l Kühlbox und 10l Gefrierfach. Der Verbrauch und die Lautstärke des Engel war einfach zu hoch und wir sind mit der Neuanschaffung sehr zufrieden – leise und vor allem sparsam.

 

Elektrisches

Um die Kühlbox, Innen- und Außen-Lichter, Radio sowie weitere elektrische Geräte am Laufen zu halten, benötigt es ein Zwei-Batterien-System. Zusätzlich zur 80Ah Hauptbatterie installierten wir eine 90Ah AGM-Versorgerbatterie innerhalb des Fahrzeugs. Diese ist mit einem Ctek 250s Dual Ladegerät an der ersten Batterie angeschlossen, welches die Voltstärke je nach Typ und Temperatur der Zweitbatterie anpasst. Die Ladung findet außerdem nach 5-stufiger Kennlinie statt, wie es AGM- und Gel-Batterien benötigen, um vollständig geladen zu werden. Darüber hinaus übernimmt es die Rolle des Solarladereglers und sorgt für ausreichende Ladung beider Batterien bei längerer Standzeit, ohne dass wir den Motor von Zeit zu Zeit anschmeißen müssen. Ganz vorne am Dachträger befindet sich das dazugehörige 150W monokristalline Solarmodul. Die 40amp Lichtmaschine wurde trotzdem auch noch durch ein 80amp Modell ersetzt.

Zwei 12V-Steckdosen sowie zwei USP-Ports befinden sich vorne und drei 12V-Steckdosen sowie ein USB-Port hinten im Fahrzeug. An diesen werden diverse Kamera-Akkus, Laptop usw. aufgeladen. Sollte dennoch einmal 230V-Strom nötig sein, befindet sich auch ein 600W-Inverter hinter dem Fahrersitz. An der Fahrzeugdecke sind 4 LED-Lampen angebracht, welche den Innenraum erhellen. An der Fahrzeugrückseite befindet sich auch noch eine LED-Arbeitsleuchte, damit wir beim Rückwärtsfahren sowie Kochen etwas sehen können. Selbstverständlich sind alle zusätzlich eingebauten elektrischen Geräte in einem separaten Sicherungskasten abgesichert.

Update: Das Solarsystem in Kombination mit dem Ctek-Ladegerät hat sich sehr gut bewährt. Speziell seit dem Austausch der Kühlbox haben wir eigentlich so gut wie nie Probleme. Die hintere Arbeitsleuchte hätte etwas lichtstärker ausfallen können, aber diese werden wir eventuell demnächst noch ersetzen.

 

Trinkwasser

Wir haben uns für tragbare Kanister anstatt eines fest eingebauten Wassertanks entschieden, damit wir problemlos an Wasserhähnen ohne Schlauch nachfüllen können. Zwei 25l-Kanister befinden sich liegend in der rechten Staubox. Darüber hinaus haben wir noch einen ca. 30l fassenden Wassertank unter einem Radkasten mit Schwerkraft-Wasserhahn am Fahrzeugende für den Fall, dass Extrakapazitäten erforderlich sind. Einer der beiden Kanister ist immer an das Wassersystem angeschlossen, welches aus einer Shurflow Pumpe und einem Brownchurch Wasserfilter besteht. Die Pumpe erzeugt 3bar Druck bei Betätigen des Wasserhahns und der Keramikfilter hält die meisten Bakterien und Viren zurück, was uns unabhängig von in Flaschen abgefülltem Wasser macht.

Update: 50l Wasser hat uns sehr gut ausgereicht. Nur bei unserer Tour durch die angolanische Namibe-Wüste haben wir sicherheitshalber etwas mehr dabei gehabt. Das Filtersystem von Brownchurch hat sich leider überhaupt nicht bewährt. Nach nur wenigen Wochen brach schon das Gewinde von der Filterkerze ab und wir tranken kontaminiertes Wasser mit den absehbaren Folgeerscheinungen. Dies passierte mehrere Male auf unserem Trip, da die Gewindedeckel einfach diletantisch aufgeklebt waren. Die Installation des System zwischen den Achsen hätte das Problem sicherlich etwas vermindert. Die Shurflow-Pumpe verrichtete ihren Dienst jedoch anstandslos und für den nächsten Teil der Reise werden wir ein kompaktes UV-Filtersystem installieren.

 

Stauraum

Auf beiden Seiten des Laderaums befinden sich Stauboxen aus 15mm Multiplex, welche über insgesamt 4 separate Sektionen und Deckel verfügen. Dies lässt uns genug Raum in der Mitte zum Laufen und Sitzen im Notfall, langt aber dennoch aus um all unsere Ausrüstung unterzubringen. Ein kleines Regal hinten links und ein längeres rechts liefern Stauraum für Bücher und Angeln. Einer der Vorbesitzer hat ein weiteres Regal über der Frontscheibe gebaut, wo sich weitere Bücher und unser Kartenmaterial befinden. Hinter der vorderen Stoßstange befindet sich ein Metallkasten, welcher Platz für unser Bergungszubehör bietet.

Update: Die Stauboxen haben sich ziemlich gut bewährt. Gerne hätten wir manchmal ein Schubladensystem, um nicht jedes Mal ins Auto klettern zu müssen. Das würde aber schon an Luxus grenzen. 😉

Wir fügten in Namibia eine Staubox auf dem Dachträger hinzu, um selten benutzte und leichte Gegenstände zu verstauen.

 

Sitze

Da wir häufig über lange Zeiträume fahren werden, wollten wir in bequemere Sitze investieren. Der Beifahrersitz wurde in der Vergangenheit schon durch einen Sportsitz ersetzt und der Fahrersitz folgte nun. Das neue Recaro Modell lässt Rückenschmerzen Geschichte sein, ist aber um einiges höher und verhindert damit die freie Sicht auf Ampeln und die Umgebung. Es hat wie immer alles seine Vor- und Nachteile aber wir sind bisher zufrieden mit unserer Entscheidung. 🙂

Update: Der Sitzkomfort war alles in allem zufriedenstellend. Langes Sitzen liegt uns eigentlich nie so wirklich also lässt sich hier nicht arg viel verbessern. 😉

 

Sonnenschutz

Wir investierten in eine Gordigear-Markise, welche sehr einfach aufzubauen ist und uns bei Bedarf mit 2,5mx2m Schatten versorgt. Dies ist definitiv ein entscheidender Unterschied nach einem langen Fahrtag oder einem Camp ohne natürlichen Schatten.

Update: Wir sind rundum zufrieden mit unserer Markise. Schnell und einfach auf- und wieder abgebaut und praktisch als Sonnen- sowie Regenschutz.

 

Navigation

Anstatt eines handlichen Garmin-GPS haben wir uns für ein Netbook mit entscheidend größerem Bildschirm und mehr Anwendungsmöglichkeiten entschieden. Die Wahl fiel auf einen gebrauchen Asus EeePC mit Touchscreen und allen benötigten Programmen schon vorinstalliert. Hauptsächlich werden wir Garmin Mapsource in Verbindung mit Tracks4Africa, OpenStreetMap und der Garmin Süafrika Karte verwenden. Für selbstkalibrierte Karten und Tracks wird TTQV verwendet.

Update: In Ghana gab der Netbook-Akku endgültig auf und wir hatten viele Verbindungsprobleme mit der GPS-Maus. Wir ersetzen das System durch ein Galaxy Note 3 Smartphone mit der App OSMAnd zur Navigation, was alles in allem ziemlich gut funktionierte. Leider konnten wir ohne eine Windowslösung Tracks4Africa nicht mehr so einfach nutzen.

 

 

Schnorchel

Ein günstiger Schnorchel aus Frankreich erhöht unsere Luftansaugung und sorgt für kühlere und staubfreiere Luftzufuhr. Außerdem schützt es den Motor vor Wassereintreten bei tiefen Flussdurchfahrten, welche wir aber sowieso versuchen werden zu vermeiden.

Update: Wir hatten bisher nur ein einziges Mal eine so tiefe Wasserdurchfahrt, dass der Schnorchel notwendig war. Ansonsten ist die höhere und damit staubfreiere Luftansaugung jedoch eine gute Investition.

 

Diesel

Das Fahrzeug kam schon mit einem zusätzlichen 80l Tank installiert, auf welchen wir per Schalter wechseln können. Drei 20l Dieselkanister befinden sich auf dem Dachträger festgezurrt und werden im Fahrzeug verstaut wenn gefüllt. Dies gibt uns eine Reichweite von bis zu 1500km.

Update: Das magnetische Kraftstoffventil zum Wechsel der Tanks gab leider in Europa den Geist auf und wir fanden lange keinen Ersatz. In Gambia ließen wir uns aus Bremsleitungen ein T-Stück löten, welches wir anstatt eines Ventils einsetzten. Leider war die Dieselansaugung sehr ungleichmäßig. Während unserer Arbeitspause in Europa kauften wir ein neues Ventil, welches wir in Namibia einbauen ließen.

In Senegal reduzierten wir auf nur zwei Kanister und installierten eine vernünftige Halterung in Namibia. Rückblickend benötigten wir bis auf die Tour durch die Namibe-Wüste in Angola und Namibia nie die große Lagerkapazität. Ein Tank mit eventuell ein bis zwei Kanistern reicht für die meisten Strecken völlig aus.

 

Geräusch- und Wärmedämmung

Um uns ab und zu unterhalten zu können, haben wir Dämmung unter der Motorhaube, in den Vordertüren, an den Seitenwänden und unter unseren Sitzen angebracht. Es verbringt zwar keine Wunder, dämmt den Lärm aber weit genug ab und unsere Füße braten auch nicht mehr ganz so stark. 😉

 

 

Mechanische Arbeiten (Eigenarbeit wenn nicht anders ausgewiesen):

Motor-, Achs-, Getriebe- und Verteilergetriebeöl ersetzt

Luft-, Diesel- und Ölfilter ersetzt

Bremsflüssigkeit und vordere Bremsschläuche ausgetauscht (in Werkstatt)

Vordere Bremsklötze und hintere Bremsbacken ersetzt

Kupplung durch Australische Tuff Clutch ersetzt und hintere Kurbelwellendichtung ausgetauscht (in Werkstatt)

Ölwannenleck abgedichtet

Achsentlüftungen überprüft

Umlenkbock ersetzt wegen erhöhtem Lenkspiel

Lenkungsdämpfer ersetzt

Lenkspiel an Lenkgetriebe verringert

Anlasser und Lichtmaschine (80amp) ausgetauscht

Hauptbatterie und Batteriehalter ersetzt

Vorderachse inklusive aller Dichtungen und Lager überholt

Alle Stoßdämpfer ausgetauscht

Komplett abgeschmiert

Kardangelenke überprüft

Neues Radio und neue Lautsprecher installiert

Glühkerzen ausgetauscht

Diesel-Handförderpumpe ausgetauscht da undicht bei Benutzung

Dachträger gekürzt um Dachzelt anzubringen

Alle Türdichtungen ausgetauscht

Keilriemen ausgetauscht

Verkabelung teilweise ersetzt, isoliert, aufgeräumt

Kühler, Thermostat, Wasserpumpe, Kühlschläuche und Kühlflüssigkeit ersetzt

 

Fast alle diese Arbeiten waren mehr vorsorglich als dringendst notwendig. Dennoch wollten wir gerne Verschleißteile erneuern und möglicherweise auftauchende Probleme von vornherein ausschließen. Gleichzeitig haben wir viel dabei gelernt und unser Fahrzeug besser kennengelernt.