Gesundheit

DSC_8060-2

 

Vorweg möchten wir darauf hinweisen, dass die folgende Zusammenfassung lediglich unsere Herangehensweise an das Thema darstellt und keineswegs eine ärztliche Beratung ersetzt. Wir trafen uns mehrmals mit zwei verschiedenen Ärzten und wurden sehr gut beraten und behandelt, können also nur jedem raten, nicht auf einen ausführlichen Arztbesuch zu verzichten.

Unsere Impfungen:

– Tetanus

– Typhus

– Hepatitis A

– Hepatitis B

– Tollwut

Der Impfstoff war sehr schwierig zu bekommen, da Tollwut in unseren Breiten so selten geworden ist, dass es in Deutschland keinen mehr auf Lager gibt. Unsere Apotheke musste den Impfstoff aus Frankreich bestellen, was ungefähr zwei Wochen dauerte. Wir haben die Impfung dann über den Verlauf von drei Wochen in drei Dosen verabreicht bekommen.

– Cholera

– Gelbfieber

Sehr wichtig, da das Gelbfieberzertifikat für die Einreise in viele Afrikanische Länder obligatorisch ist.

 

Wir hatten das Glück, dass unsere gesetzliche Krankenversicherung für die Kosten von Impfungen für private Auslandreisen aufkommt. Knapp 1000€ kamen insgesamt an Impfungskosten zusammen, wovon wir 90% erstattet bekommen haben. Deshalb können wir nur jedem raten, sich vorher bei der eigenen Krankenversicherung zu informieren, welche speziellen Impfungen und ob eventuell sogar die Malariaprophylaxe übernommen werden.

 

Malariaprophylaxe:

 

Wir haben uns für das Breitband-Antibiotikum Doxycyclin entschieden und uns einen Vorrat für 700 Tage in Malariarisikogebieten zugelegt. Malarone wäre über den genannten Zeitraum viel zu kostenintensiv geworden und bei Doxycyclin sind keine speziellen Nebenwirkungen bei Langzeiteinnahme bekannt. Dennoch ist die übermäßig häufige Einnahme eines Antibiotikums nie zu empfehlen wobei für uns persönlich aber das verminderte Malariarisiko definitiv schwerer wiegt. Nach unserem Wissen verwendet die Bundeswehr ebenso Doxycyclin bei Auslandseinsätzen in den Tropen obwohl es in Deutschland nicht zur Prophylaxe zugelassen ist. Wir haben unseren Vorrat für den halben Preis bekommen, nachdem wir der netten Apothekerin unsere Situation erklärt hatten.

Am wichtigsten ist aber neben chemischen Prophylaxe das Vermeiden von Stichen durch Tragen langer Kleidung, Benutzung von Moskitonetzen und Verwendung von DEET-haltigen Insektensprays.

 

Krankenversicherung:

 

Wir haben uns für den Langzeitauslandsschutz des ADAC entschieden, da wir wegen des Carnet de Passage sowieso die Mitgliedschaft antreten wollten. Außerdem war es preislich für uns das beste Angebot mit Option auf bis zu 24 Monate Laufzeit.

 

Medikamentensammlung:

 

– Fenistil gegen Insektenstiche – und bisse

– Sorentol Hydrocort gegen Hautirritationen und Ausschläge

– Paracetamol gegen Schmerzen und Fieber

– Ibuprofen gegen Schmerzen und Fieber

– Betaisodona für Wunddesinfektion

– Imodium Akut gegen Durchfall

– Canesten gegen Pilzinfektionen

– Bepanthen-Salbe und Desinfektionsspray für kleinere Wunden

– Elektrolyte bei akuter Dehydration

– Augentropfen

– Asthma Spray für Jasmine

– Erste Hilfe Koffer inklusive Schere, Bandagen, Pflaster usw.

– Infusionen und Kanülen für den unwahrscheinlichen Notfall

– Thermometer

– Sonnencreme und After Sun

– Anti Brumm Forte als Insektenschutzmittel