Nigeria

12.03.2014-23.03.2014

Distanz zurückgelegt: 1552km

Tage im Land: 12

Distanz pro Tag zurückgelegt: 129,33km

Dieselpreis: 0,74€/l

Gesamtkosten: 727€

Kosten pro Tag: 60,50€

Kosten pro km: 0,47€

Visum:

Wir organisierten unsere Visa recht früh in Bissau (Guinea-Bissau). Die Nigeria-Botschaft (N11 52.554 W015 38.137) ist vor kurzem in die Nähe des Almagui-Restaurants umgezogen. Wir trafen den Konsul und erklärten ihm unser Anliegen und unsere geplante Route durch Nigeria. Er stellte sich als sehr freundlich heraus und gab uns Tipps zu interessanten Regionen. Ein paar Stunden später am selben Tag hatten wir unsere vordatierten Visen in der Hand.

Es gab ein Formular auszufüllen und wir mussten ein Passfoto abgeben.

Die Kosten betragen 40.000CFA pro Person (61€) für ein Visum gültig für 1 Monat mit Einreise innerhalb von 3 Monaten vom Ausstellungsdatum (Vor-Datierung kein Problem).

 

Nigeria war nicht im Ansatz so wie es uns immer weisgemacht wurde. Das Willkommen der Menschen in den kleinen muslimischen Dörfern im Westen war einfach umwerfend und es brachen regelrechte Feste aus, wann immer man uns erblickte. Selbst die Fahrer jedes vorbeifahrenden Motorrads oder Autos winkten überschwänglich mit breitem Grinsen. Die Straße von Nikki nach Abuja war teilweise Piste und teilweise befestigte Straße mit mehr Schlaglöchern als Teerresten und wir brauchten zwei volle Tage bis nach Abuja. Die Hauptstadt selbst ist für afrikanische Verhältnisse sehr ordentlich mit guter Infrastruktur und selbst günstigen, gut sortierten Supermärkten, hat jedoch ansonsten nicht viel Charme. Wir genossen die unglaubliche Gastfreundschaft von und tollen Gespräche mit einigen in Abuja lebenden und arbeitenden Deutschen, weshalb Abuja für uns dennoch eine sehr positive Erfahrung war. Die Straße von Abuja nach Ikom war in relativ gutem Zustand und die Afi Mountains Drill Ranch das absolute Nigeria-Highlight mit unberührtem Regenwald, hunderten von Drills und dutzenden Schimpansen.

 

Nigeria ist unter Reisenden berüchtigt für seine offiziellen und inoffiziellen Straßensperren, in unseren Augen jedoch nichts, was irgendjemandem vom Erkunden des Landes abhalten sollte. Von der Grenze bis Abuja wurden wir insgesamt 13 Mal angehalten, meist von freundlichen und korrekten Beamten. Am nervigsten waren sicherlich die Verkehrspolizisten mit roten Baretts und blauen Hilux Pritschenwagen. Fast immer wurden Versuche unternommen, uns wegen fehlender Dachträgererlaubnis und nicht erlaubtem rechtsgelenkten Fahrzeug eine Strafe aufzubrummen. Nach ein paar Diskussionen und mit etwas Geduld und Humor war dies aber auch nie ein Problem. Gut funktioniert hat immer die Erklärung, dass wir die lokale Gesetzgebung kennen und respektieren, da wir aber mit einem Laissez-Passer/Carnet de Passage im Transit seien, dies für uns nicht angewandt werden könne. Die gefürchteten Stickerboys mit ihren Nagelbrettern ließen uns im ganzen Land in Ruhe.

 

Die Grenzüberquerung nach Nigeria bei Nikki hat uns sehr viel Spaß gemacht mit interessierten und herzlichen Grenzbeamten und keinerlei Problemen.

 

Ein Juwel der afrikanischen Autowerkstätten ist die von Armin Schmand geführte Mercedes-Niederlassung (N9 01.762 E7 24.217) in Abuja. Er kann Ersatzteile für alle möglichen Automarken organisieren, beschäftigt kompetente Mechaniker und hat ein Herz für Overlander.

 

Kamerun-Visum:

Die Botschaft (N9 04.267 E7 29.389) befindet sich im Stadtzentrum und ist sehr einfach zu erreichen. Ein 1-Monats-Visum mit einfacher Einreise kostet entweder 50.000CFA West (76,20€), 120US$ (nur Banknoten ab 2005 in großer Denomination, 87,60€) oder 18.500Naira (84€). Passkopie, 2 Passfots, Gelbfieberzertifikat-Kopie, Kfz-Schein-Kopie und Kopien des Nigeria-Visums und Gabun-Visums (falls schon beantragt) sowie das Ausfüllen eines Formulars sind nötig. Abholung ist dann am nächsten Tag um 14:00.

 

Alternativ kann man das Kamerun-Visum auch stressfrei in Calabar (N4 59.777 E8 19.429) am gleichen Tag bekommen.

 

Empfohlene Campingplätze (Preise für 2 Personen mit einem 4×4):

 

Das Sheraton-Hotel in Abuja (N9 03.885 E7 28.991) ist nicht mehr zu empfehlen, da kürzlich die Preise für Camping auf 1000% angestiegen sind (10.000Naira/45,50€) und man für 5 Tage im Voraus bezahlen muss, ohne Möglichkeit auf Rückzahlung bei früherer Abreise. Dies könnte sich auch wieder ändern, falls die Manager dort zu Sinnen kommen.

 

Von Nikki kommend bietet sich die Baum-Savanne westlich von Abuja ideal zum Buschcampen an.

 

Afi Mountain Drill Ranch, Cross River State – N6 17.949 E8 59.892 (Abbiegung N6 14.201 E9 01.411)

Campiere in unberührtem Regenwald mit all seinen Geräuschen, brillante Außendusche, freier Eintritt zur Ranch mit Tierfütterungen und teilweise kollabiertem Baumwipfelpfad

4500Naira/Nacht (20,45€)