Die Reise kann weitergehen! (Mai-Juni 2016)

 

Nach einem langen, kalten Winter in Norwegen sind wir endlich zurück in Afrika! Die Finanzen stehen gut und wir freuen uns immens, die Reise fortsetzen zu können.

Nach dem Übernachtflug nach Namibia holten wir den Land Cruiser auf der Ondekaremba-Farm ab und fuhren nach Windhoek. Die Frontfedern, welche eigentlich im letzten Jahr schon installiert sein wollten, waren endlich aus Südafrika angekommen und wir machten einen Termin beim Offroad Center ab für zwei Wochen darauf. Auch eine Wartung des Autos wurde abgemacht und nach ein bisschen Organisatorischem ließen wir uns wieder einmal im Urban Camp in Klein Windhoek nieder. Der Campingplatz hat sich mittlerweile zum Treffpunkt der Overlander entwickelt und wir trafen drei holländische Paare. Rinus & Helga hatten ihren 70er Land Cruiser gerade aus Australien verschifft, um Süd- und Ostafrika zu erkunden (http://www.rinushartsuijker.com/). Ilva & Martin haben schon viele Reisen unternommen, waren die Ostküste Afrikas hinauf gefahren und diesmal mit ihrem 80er Land Cruiser im südlichen Afrika auf Tour. Simone & Cars waren mit ihrem Landrover Defender gerade in unserer Fußstapfen die Westküste herunter gefahren (http://www.vrijwilligdoorafrika.nl/) und dann war da auch noch die Schwedin Amelie, welche mit ihrem Landrover und Hund Afrika umrundet. Wir waren zwar totmüde vom Flug und dem wenigen Schlaf, hatten jedoch trotzdem einen geselligen Abend zusammen in Joe’s Beerhouse.

Wir verbrachten vier Nächte in Windhoek, gewöhnten uns wieder ans Camping, kehrten den Sand aus dem Auto, installierten das neue UV-Wasserfilter-System, füllten die Gasflasche, sortierten alles aus, war wir im letzten Jahr nicht gebraucht hatten und verbrachten die Abende mit Ilva, Martin, Simone & Cars.

Um die Zeit bis zu unseren Wartungsterminen zu überbrücken ging es noch einmal an die Küste nach Swakopmund, wo wir ein paar wunderbar entspannte Tage verbrachten.

 

 

Zurück ging es über die landschaftlich schönere Strecke durch den Namib Naukluft Nationalpark mit seinen Wüsten-Vistas und dem trockenen Kuiseb-Fluss. Die roten Sanddünen der Namib-Wüste auf der einen Seite des Flusses und die felsigen Berge auf der gegenüberliegenden mit einem Streifen Grün dazwischen umgaben unser Nachtlager. Hier wurde auch unser neuestes Spielzeug zum ersten Mal richtig ausgetestet, ein Kamera-Quadrokopter, welcher einen ganz anderen Blickwinkel auf die Landschaft gewährt. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch karge Landschaft mit vereinzelten an die harsche Umgebung angepassten Pflanzen, welche der Umgebung grüne Tüpfel verliehen. Am nächsten Tag sahen wir Zebras auf den weiten Pfannen und bestiegen einen Inselberg. Oben angekommen sprang ein wunderschöner Wüstenluchs aus seinem Schlaf auf und rannte den Abhang hinab. Diese Tiere sind nachtaktiv und deshalb nur selten gesehen.

 

Die Nacht verbrachten wir an der höchsten Stelle des Gamsberg-Passes und hatten einen tollen Sonnenuntergang über den Bergen. Spät abends kam jedoch ein gewaltiger Sturm auf und schüttelte den Land Cruiser und das Dachzelt so stark durch, dass an Schlaf nicht zu denken war. Müde ging es am Morgen nach Windhoek und in den kommenden Tagen komplettierten wir die Federung, ließen das Auto warten, die ewig leckende Ölwanne schweißen und den auch Wasser verlierenden Kühler löten. Schlussendlich konnte es weitergehen und wir machten uns auf in Richtung der botswanischen Grenze. Auf Wiedersehen Namibia! Wir hätten nicht gedacht, dass wir so viel Zeit mit dir verbringen würden.

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