Fantastische Tierwelt Namibias (Juli-August 2015)

 

Auf der Piste südlich von den Epupa-Fällen trafen wir auf einen glücklosen anderen Overlander. Holländer Richard steckte schon seit 3 Tagen am Straßenrand mitten im Nirgendwo fest, nachdem sich ein Rad von seinem Kastenwagen selbstständig gemacht hatte. Wir teilten unsere Vorräte mit ihm und leisteten Gesellschaft bis der Mechaniker aus Opuwo wiederkam, um mit mobilem Generator und Riesenflex die festgesetzten Radbolzen zu lösen. Wir wissen nicht genau, was aus Richard und seiner Situation geworden ist, trafen jedoch später im Etosha Nationalpark zufällig auf besagten Mechaniker. Angeblich sei das Fahrzeug am Straßenrand ausgebrannt!?

Opuwo entpuppte sich als staubiger Außenposten wo Mitglieder verschiedenster Volksstämme ihren Erledigungen nachgehen. Eine raue Piste brachte uns gen Westen und tiefer ins Kaokoland, wo wir die Nacht zwischen niedrigen Büschen in kompletter Einsamkeit verbrachten. Dem ausgetrockneten Flussbett des Hoarusib entlang machten wir uns auf die Suche nach den wenigen hier vorkommenden Wüstenelefanten. Es ging durch Tiefsand, über raue Steine und zwischen riesigen Felsen hindurch bis wir eine Gruppe von 5 Tieren erspähten, welche an der spärlichen Vegetation kauten und sich an den verbleibenden Wasserpfützen vergnügten.

 

 

In der felsigen Palmwag-Konzession wollten wir weiter unser Glück in der Suche nach wilden Tieren versuchen. Gleich am Nachmittag liefen uns zwei Erdwölfe über den Weg und flohen in Windeseile. Sie gehören zur Familie der Hyänen, ernähren sich von Termiten und sind eigentlich nur nachts aktiv und deshalb sehr selten zu sehen. Zebras, Springböcke, Schakale, Säbelantilopen, Giraffen und ein paar Tüpfelhyänen mit Nachwuchs komplettierten unseren Besuch und des nachts hörten wir die Löwen um unseren Stellplatz herum brüllen.

 

Nach einem Zwischenstopp im Oppi Koppi wollten wir noch einmal in den Etosha Nationalpark und den seit kurzem eröffneten Westteil des Parks erkunden. Wir verbrachten die Nacht auf einem kleinen Campingplatz direkt außerhalb und hatten Löwenbesuch in der Nacht. Etosha verwöhnte uns abermals mit fantastischen Tiersichtungen und wir zählten 23 Löwen in drei Tagen. Weitere Höhepunkte waren das an einem Zebra herumkauende Löwenmännchen, der sich dreist an selbigen heranschleichende Schakal, ein anderer Schakal, welcher einen Vogel zerfetzte, hunderte von Zebras, große Elefantengruppen mit über 50 Tieren, welche sich an den Wasserlöchern zusammenfanden, 4 Spitzmaulnashörner, unglaublich niedliche Zwergantilopen, die kleinste Antilopenart und eine große Gruppe trinkender Strauße.

 

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